Schon von Beginn an versuchten Autoren und Leser, Science Fiction zu bestimmen. Bis heute herrscht Uneinigkeit darüber, ob SF überhaupt definiert werden kann. Poststrukturalistisch orientierte Autoren wie Samuel R. Delany vertreten sogar die Ansicht, dass die Undefinierbarkeit ein wesentliches Merkmal von SF ist. In der theoretischen Diskussion ist auch ungeklärt, ob die SF ein Genre oder eine Gattung ist, also ob sie sich durch einen relativ festen Bestand von formalen, inhaltlichen und/oder strukturellen Elementen definieren lässt, oder ob SF treffender als Modus beschrieben werden sollte, der auf einer grundlegenderen Ebene als ein Genre die Beschaffenheit der fiktionalen Welt bezeichnet. Delany geht sogar so weit, in der (literarischen) SF eine grundsätzlich eigene sprachliche Ausdrucksform zu sehen, die wie Poesie anders gelesen werden muss als „normale Literatur“.

Science Fiction grenzt sich im Allgemeinen von Fantasy ab. Um Fantasy handelt es sich immer dann, wenn die gezeigten Dinge dem Spirituellen entstammen und keinerlei Bezug zu einer wissenschaftlichen Ableitung behaupten. Wird beides gemischt, spricht man meist von SF/Fantasy.

Weitgehend Einigkeit herrscht darüber, dass sich SF durch ein oder mehrere Elemente auszeichnet, die in unserer 'normalen' Alltagswelt nicht möglich erscheinen. Für dieses Element hat sich die Bezeichnung Novum (pl. Nova, lat. Neuerung) weitgehend durchgesetzt.[4] Uneinigkeit herrscht darüber, inwiefern sich das Novum von typischen Märchen- oder Fantasyelementen unterscheidet. Befürworter der Hard-SF argumentieren, dass das Novum wissenschaftlich erklärbar und rational nachvollziehbar sein muss. Diese Position ist sehr umstritten, da in der Praxis die meisten SF-Nova naturwissenschaftlich ungeklärt oder spekulativ sind, bzw. es auch mitunter vorkommen kann, dass wissenschaftliche Theorien hinfällig werden (wenn auch selten). Typische Nova wie Zeitreise oder Überschreiten der Lichtgeschwindigkeit entspringen oftmals reinem Wunschdenken und basieren kaum auf wissenschaftlichen Erklärungsversuchen. Sie unterscheiden sich in dieser Form der Plausibilität derzeit kaum von Märchenelementen, wie fliegenden Besen oder magischen Tränken.

Schwierig wird die Definition auch durch Titel, welche ein Thema nur suggerieren und zum Schwerpunkt ein anderes Thema wählen. Wie z.B. Die Zeitmaschine, bei der die Zeitmaschine eher einen Science Fiction-Nebenschauspielplatz darstellt, während es hauptsächlich um die Utopie der Morlocks und Eloi geht (welche Fantasy-Symboliken sind). Versteckte Zukunftskritiken sind in SF häufig zu beobachten, was Abgrenzung zur Fantasy erschwert.

Die am besten nachzuvollziehende Erklärung ist wohl, dass in der Science-Fiction versucht wird, eine wissenschaftliche Erklärung zu liefern, auch wenn diese nicht der Realität entsprechen muss, während in der Fantasy die entsprechenden Elemente (z. B große sprechende Spinnen in Harry Potter) einfach so akzeptiert und als zur Welt dazugehörig aufgefasst werden.

Quelle: Wikipedia